Konzert: Jimmy eat world in Münster

Wenn Jimmy eat world in der Nähe sind (gut, Münster und Nähe ist relativ, doch das ist es wert), dann ist es eine absolute Pflicht für mich dort hin zu gehen. Auch wenn ich die letzten drei Alben durch die Bank weg schlecht finde und die letzte annehmbare Platte damit vor 9 (!) Jahren erschienen ist.

Doch heute Abend bin ich hochmotiviert. Setlist.fm verrät im Vorfeld, das nur sechs songs, der aktuellen Scheibe gespielt werden. Na, die überstehe ich doch locker. Meine Kampfansage für diesen Abend lautet also: Ab in die Sporthose, du wirst sie brauchen! Und ja, das habe ich auch. Ich pendel immer zwischen dem Innenraum und einem Plätzchen etwas abseits hin und her. Die ganze Zeit mitten im Pit hätte ich nicht ausgehalten. Denn dort herrschte eine wahnsinnige Hitze und schlechte Luft gabs gratis dazu (zumindest, wenn man (wie ich) nur ein laufender Meter ist.
Mit dieser Taktik wird es ein perfekter Abend. Mal mitten im Geschehen und mal am Rande mit viel Platz. Dazu kommt, dass sich an diesem Abend einige bekannte Gesichter eingefunden haben. Mit der richtigen Begleitung macht’s halt doch doppelt so viel Spaß!

Deaf Havanna als Support machten übrigens auch einen richtig guten Job. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich deren Konzert nur mit einem halben Ohr verfolgt habe.

Für die Westfälischen Nachrichten hab ich auch noch einen kurzen Bericht verfasst.

„Über 1300 Fans finden sich im Skaters Palace an diesem Abend ein. Es hat sich eine enorme Hitze ausgebreitet und im gesamten Club kann man die Vorfreude auf die Band aus den Staaten fühlen. Endlich wird die Bühne in buntes Licht getaucht. Der Startschuss fällt mit den ersten Tönen von „Get Right“ und die vier Musiker zeigen sich in absoluter Höchstform.

„Hallo Münster, es ist schön wieder hier zu sein!“ begrüßt Sänger Jim Adkins die Fans. Die Band gehört inzwischen zur Stammbelegschaft des Skaters Palace. Bei jeder Tour wird die Studentenstadt berücksichtigt und auch unter den Besuchern finden sich viele Wiederholungstäter ein. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass es die Band binnen weniger Minuten mühelos schafft eine mitreißende Atmosphäre zu kreieren. Der zweite song „Bleed American“ ist in diesem Fall das Werkzeug der Band. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends können es sich die Musiker leisten einen ihrer größten Hits zu spielen. Kein Wunder, denn in 23 Jahren Bandgeschichte ist dem Quartett so manch großer Wurf gelungen und die Anzahl der Fans steigt mit jedem neuen Album weiter an. Mit „For Me This Is Heaven“ und „Lucky Denver Mint“ begibt man sich auf eine rund 16jährige Zeitreise und begeistert somit nicht nur Fans der ersten Stunde.

Im weiteren Verlauf des Abends greifen Jimmy Eat World tief in die bandinterne Hitkiste und beweisen damit ihr gutes Gespür für Singleauskopplungen. Mit Liedern wie „Pain“, „A Praise Chorus“ oder „Big Casino“ brodelt die Stimmung auf höchstem Niveau. Getoppt werden kann diese Atmosphäre nur bei den Evergreens „The Middle“ und „Sweetness“.

Die Fans geraten nach dem Auftritt ins Schwärmen. Marc (37 Jahre) aus Bad Oeynhausen resümiert passend „Die Leute sehen sehr zufrieden aus, viele gehen mit einem Lächeln nach Haus. Wer die Band noch nicht gesehen hat: Es lohnt sich!“. Dem kann Christian, 27, aus Gütersloh nur beipflichten. Er bezeichnet sich selber als „Nicht-Vollzeit-Fan“ und erzählt, dass die Band an diesem Abend ordentlich gerockt hat. Auch Heiko, 42, aus Osnabrück schließt sich dem an: „Das Konzert war super, sie haben alle Hits gespielt!“.“

Also dann, Jimmy. Bis zum nächsten Mal, ich hoffe wir sehen uns bald wieder!

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