Konzert: Turbostaat in Münster

Die Nordlichter von Turbostaat beginnen ihre „Auf dem Weg nach Abalonia“ Tour in Münster. Doch bevor sie auf die Bühne gehen eröffnen Freiburg den Abend. Stilistisch passen sie perfekt zum Hauptact. Den Fans scheint die Band nicht unbekannt zu sein. Einige Besucher singen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Abends textsicher mit und alle anderen wärmen sich für Turbostaat auf. In rund 35 Minuten spielt man sich durch 14 Lieder, wobei das Highlight sicherlich die Coverversion des Tocotronic Songs „Freiburg“ ist.

Später tauchen rote Lampen den Turbostaat Banner in ein surreales Licht und ein leichter Nebel zieht über die Bühne. „Turbostaat“ Rufe hallen durch die bis auf den letzten Platz gefüllte Sputnikhalle. Passend dazu kommen die fünf Nordlichter mit einem verschmitzten Lächeln auf die Bühne. Tourstart in Münster. Die Saison ist eröffnet.

Voller Energie fegt Sänger Jan zum ersten Lied „Ruperts Gruen“ über die Bühne. Seine Bandkollegen stehen ihm in nichts nach und eine Live Show im rasanten Tempo nimmt ihren Lauf. Gleich zu Beginn wird sich für das ausverkaufte Haus unter der Woche bedankt. Die Musiker fühlen sich geschmeichelt. Da fällt ein Zwischenruf „Semesterferien!“ aus dem Publikum gar nicht weiter auf. Doch genau das dürfte bei vielen Anwesenden die Devise gewesen sein.

Inzwischen arbeitet die Nebelmaschine auf Hochtouren. Dicke Schwaden ziehen in den Innenraum und die Stimmung kocht nach jedem Lied höher. Sänger Jan stachelt die Besucher dabei ordentlich an. Nach dem ruhigen Song „Eisenmann“ fragt er keck in die Menge: „Was seid ihr denn alle so still?“. Diese Aussage lassen die Fans nicht auf sich sitzen. Zu den Klassikern „Frieda und die Bomben“ und „Harm Rochel“ verwandelt sich der Club in eine große tanzende und springende Masse – Stagediver inklusive.

In der Zwischenzeit läuft ein Gemisch aus Schweiß und Nebelresten die Wände runter. Kaum jemand ist noch nicht komplett durchnässt. Die Zeit vergeht wie im Flug und viel zu schnell nähert man sich dem Finale dieses Abends. In zwei Zugabeblöcken wühlt die Band besonders tief in ihrer eigenen Diskografie und präsentiert mit „Drei Ecken – Ein Elvers“ und „Schwan“ Lieder aus den Anfangsjahren.

Über diesen Abschluss freut sich Lutz (22 Jahre) aus Emsdetten besonders. Er schwärmt: „Echt gelungener Tour-Auftakt mit einem textsicheren Publikum und einer Band, die besonders in den letzten Songs noch mal richtig Vollgas gegeben hat.“

Eva (27 Jahre) aus Berlin ist ebenfalls begeistert. Für sie ist es das 54. Turbostaat-Konzert. „Die Jungs sind halt megasympathisch“, erzählt sie strahlend. Dem pflichtet Ronan (27 Jahre) aus Bottrop bei – und ergänzt: „Das Konzert war super – wie immer!“

Turbostaat

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Turbostaat - 22.03.2016 - Sputnikhalle, Münster

Freiburg
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